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Regeln der Wappengestaltung

Ein Wappen sollte auf weite Sicht eindeutig erkennbar sein. Um dieses zu erzielen, sollte die Anzahl der Farben, Felder und Figuren möglichst gering sein. Auch sollten die Figuren in Schild oder Schildfeld raumfüllend dargestellt werden.

Die Farbregeln sind zu beachten, vor allem deren Grundregel: Von zwei aufeinanderfolgenden Feldern eines Wappens sollte jeweils eines in einer “Farbe”, das andere in einem “Metall” tingiert sein. Diese Regel gilt auch für eine Figur in einem Schildfeld. Die vier “Farben” sind Rot, Blau, Grün und Schwarz, die beiden “Metalle” Gold (Gelb) und Silber (Weiß).

Schließlich muss ein Wappen so gestaltet sein, dass es sich blasonieren lässt, das heißt, das Wappen muss sich in der heraldischen Fachsprache beschreiben lassen. Nach einer korrekten Blasonierung kann ein Heraldiker ein Wappen zeichnen, ohne das Wappen gesehen zu haben. Eine gute heraldische Wappenbeschreibung muss eindeutig und so kurz wie möglich abgefasst sein.

Aufbau eines Wappens
Der Schild, als älteste Schutzwaffe eines Kriegers, seit frühester Zeit als Symbol der persönlichen Ehre geachtet, bildet mit dem Schildbild den Hauptbestandteil eines Wappens. Das Schildbild besteht aus mindestens einem Heroldsbild, einer gemeinen Figur oder einer Kombination aus beiden.
Heroldsbilder sind abstrakte, geometrische Schildteilungen in einzelne verschiedenfarbige Felder, dargestellt durch gerade, geknickte oder gebogene Linien, die bis an den Schildrand reichen.
Gemeine Figuren sind alle Erscheinungsformen der belebten und unbelebten Natur, aber auch Erzeugnisse aus Menschenhand.
Heroldsbilder und gemeine Figuren können sowohl untereinander als auch miteinander im Schild in vielfältiger Weise nach bestimmten heraldischen Regeln kombiniert werden. Jedes Schildbild lässt sich zudem in 16 verschiedenen Farbkombinationen darstellen, wie das folgende Beispiel zeigt.
Der Helm
Die älteste heraldische Helmform ist der Topfhelm, entstanden zur Zeit der Kreuzzüge. Er war zylindrisch oder leicht konisch geformt. Zwei schmale Schlitze oder eine Öffnung mit Mittelspange ermöglichten die Sicht. Seitliche Löcher dienten der Luftzirkulation.
Im Laufe der Jahrhunderte machte der Helm waffentechnische und modische Wandlungen durch. Für das Gestech, das Turnier mit Lanzen, entwickelte sich der Stechhelm. Der wappenmäßige Helm mit Helmzier erlangte zur Zeit der Turniere seine größte Bedeutung.
Der Helm muss zum Schild im richtigen Größenverhältnis dargestellt werden. Seine Farbgebung ist natürlich, die des Helmfutters Purpur oder Schwarz.

Die Helmzier und die Helmdecken

Die Darstellung der Helmzier und der Helmdecken muss mit der Schildform stilistisch übereinstimmen. Im übrigen ist gerade bei der Form der aus Stoff bestehenden Helmdecken dem jeweiligen Zeichner volle Gestaltungsfreiheit gelassen. Die schönsten heraldischen Helmzierden, ausgereift und phantasievoll, in harmonischer Proportion zum Stechhelm, bringt der Stil der Spätgotik.
Die Helmzier muss hinreichend auf dem Helm befestigt sein und darf daher niemals freischwebend gezeichnet werden. Bei der Darstellung ist auch darauf zu achten, dass sich die Stellung der Helmzier stets nach der des Helmes richten muss, also entweder von vorn, Halbprofil oder Seitenansicht.

Bestandteile eines Wappens
Halbrundschild
heraldische Helme

Topfhelm        Stechhelm         Bügelhelm


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Für die Wappengestaltung gibt es feste Regeln, die zum Ziel haben, daß jedes Schildzeichen leicht unterscheidbar, das Auge ansprechend und symbolträchtig sein soll. Richtig dargestellt wird das Wappen von einem Heraldiker, der nicht nur genaue Kenntnis aller heraldischer Regeln besitzt, sondern auch über das gestalterische Können für dieses Spezialgebiet verfügt.

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